
Die Lichter flohen mit dem Winterwind.
Im Vestibül hängt eine Waisenjacke.
Der Pförtner war ein Siebenmonatskind
und siedelte vom Schloss in die Baracke.
Ich übte Texte während der Beschattung,
doch schon am Morgen schieden sie im Rauch,
erschienen neu zur nächtlichen Begattung
und pflanzten Hoffnung in den leeren Bauch.
Nun klebt der Kuckuck an den toten Türen;
erblindet sind die Fenster vor der Zeit -
bisweilen kann man noch Gelächter spüren
und einen Narren, der da capo schreit.
© Margot S. Baumann / 2009
Im Vestibül hängt eine Waisenjacke.
Der Pförtner war ein Siebenmonatskind
und siedelte vom Schloss in die Baracke.
Ich übte Texte während der Beschattung,
doch schon am Morgen schieden sie im Rauch,
erschienen neu zur nächtlichen Begattung
und pflanzten Hoffnung in den leeren Bauch.
Nun klebt der Kuckuck an den toten Türen;
erblindet sind die Fenster vor der Zeit -
bisweilen kann man noch Gelächter spüren
und einen Narren, der da capo schreit.
© Margot S. Baumann / 2009





4 Kommentare:
passt zur jahreszeit......
Ja, würde ich auch meinen. ;-)
was für ein schöner blog & texte! wirklich wunderbar!
Vielen Dank für das Kompliment. Freut mich natürlich sehr.
Grüsse
Margot
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