18 Mai 2009

Marathon-Lesung des BSV






Samstag, 27. Juni 2009, ab 18 Uhr Marathon-Lesung, Kirchgemeindehaus Paulus Bern/Platanenhof


Am Anfang war das Wort!

An der Marathon-Lesung mit dem Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller Verein aber geht es um viele Wörter.
Dreißig Autorinnen und Autoren lesen selbst gewählte Texte aus ihren Büchern. Literatur … irgendwann, zwischendurch … kurz oder lang.

Direkter Link

04 Mai 2009

Fotografien












Die Fotos sind farbig
und doch
ist dein Lächeln darauf schon
schwarz-weiß.

War es ein Zeichen
oder weshalb sieht man im Hintergrund
den Friedhof?

Der Blitz hellte nur den Vordergrund auf,
daneben ist es dunkel.
Jetzt noch mehr,
als damals.

Es war die Zeit, die uns trennte,
sagten wir.
Wir haben gelogen.

Ich werde keine Fotos mehr schießen,
weil ich die Zeitreisen
nicht mehr ertrage,
die mich beim Entwickeln überfallen.



© Margot S. Baumann

18 April 2009

Kleinverlage - wertvoll, aber pleite

Kleine Verlage sind Krisen gewohnt. Von den Feuilletons werden sie für ihr ambitioniertes Programm gefeiert und die Buchbranche profitiert von ihren innovativen Ideen, doch ihre finanzielle Lage ist meist prekär.

Podcast von Radio DRS 2 zur Sendung ‚Reflexe'...
anhören

01 April 2009

... so bekannt!

Und hier mal etwas zum Schmunzeln. Tja, man hat es wirklich nicht so leicht als Autor!

25 März 2009

Für Publikationsfreiheit und die Wahrung der Urheberrechte

Das verfassungsmäßig verbürgte Grundrecht von Urhebern auf freie und selbstbestimmte Publikation ist derzeit massiven Angriffen ausgesetzt und nachhaltig bedroht... weiter

Enfances volées – Verdingkinder reden

„Enfances volées – Verdingkinder reden“: Unter diesem Titel wird im Berner Käfigturm, dem Polit-Forum des Bundes, ein dunkles Kapitel schweizerischer Geschichte ausgeleuchtet. Die Ausstellung läuft vom 26. März bis zum 27. Juni und geht anschliessend auf Wanderschaft in zahlreiche Orte des Landes.

01 März 2009

1. Preis in Tanja Kinkels Schreibwerkstatt


Das Jahr 2009 fängt für mich – literarisch gesehen – sehr erfreulich an. Nachdem ich ja schon beim Berner Lyrikwettbewerb 2008 den 2. Preis gewonnen habe, bin ich jetzt sogar noch ein Treppchen höher gestiegen und zwar mit einer Kurzgeschichte.

In Tanja Kinkels
Schreibwerkstatt wurden über einen Zeitraum von fünf Monaten zehn Aufgaben zu ihrem neusten Buch ‚Säulen der Ewigkeit’ gestellt. Die Teilnehmer mussten, anhand der Vorgaben, eine Kurzgeschichte schreiben und einreichen, die von den Mitschreiber/-innen kritisiert und kommentiert werden konnte. Anschliessend gab es jeweils eine Abstimmung über den Etappensieger. Am Ende wurden die zehn „besten Beiträge“ nochmals zum Bewerten freigegeben, und mein Beitrag ‚der Skarabäus’ erhielt die meisten Sterne/Punkte.
Ich schreibe ‚besten Beiträge’ bewusst in Anführungszeichen, weil so eine Wertung natürlich immer sehr subjektiv zu verstehen ist. Es gab nämlich - auch während den Etappen - so viele Beiträge, die mich persönlich begeistert haben, aber leider nicht bis in die vordersten Ränge kamen.

Das nächste Projekt von Frau Kinkel startet bereits in wenigen Tagen, und wer gerne daran teilnehmen möchte, lese bitte
diesen Beitrag.

15 Februar 2009

Viktorianische Hirngespinste oder wo ist mein Mr Darcy?

Jane Austen, von ihrer Schwester Cassandra gezeichnet 1804


In meinen Träumen ist es immer Sommer,
und ich so Mitte zwanzig, schön und klug.
Ich leide oft an tragisch süßem Kummer
und seh den Möwen nach in ihrem Flug.

Meist bin ich irgendwo im alten England,
auf einem Landsitz, nah dem wilden Meer.
Les Byrons frisch verlegten Dichtband
und hör im Nebel fremdes Ritterheer.

Mitunter trag ich hübsche, lange Roben,
mein Haar ist lockig und der Busen spitz;
verkünde lächelnd mich bald zu verloben
und reite engelsgleich im Damensitz.

Man ruft mich Lizzy, Catherine oder Emma,
und meine Schwestern kichern in der Nacht.
Mein Stolz stürzt Mutter oftmals ins Dilemma
und hat mich unlängst in Verruf gebracht.

Bisweilen wirds auch etwas stürmisch,
sofern der Mann charmant und muskulös.
Ich träume eben oft sehr anatomisch,
emphatisch und recht amourös.

Doch wenn des Morgens laut der Wecker rasselt,
und einer über Schnee und Regen spricht,
denk ich: Ich hätts vermutlich schön vermasselt,
zu fern sind Tugend mir und Pflicht.




© Margot S. Baumann / 2009